Geschichten und Informationen
Vortragsreihe
Vorträge [14 KB]
von Mitgliedern der Gemeinschaft JaboG 49 e.V.:
1. Geschichte des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Rolf Berns
2. Die Jet-Schulungsflugzeuge Fouga Magister und T-33 „T-Bird“,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Henning Remmers
3. Die Opfertode von Captain Higgins und Oberleutnant Hölker,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
4. Alpha Jet - ein Waffensystem und Schulungsflugzeug,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
5. Fiat G.91 „Gina“ - ein Waffensystem der Luftwaffe,
Dauer: ca. 45 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
6. Das Screeningflugzeug Piaggio P.149 D „Piggi“,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
7. Die Propellerschulungsflugzeuge Piper L-18 und Harvard Mark IV,
Dauer: ca. 45 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
Bei Interesse an den Vorträgen, bitten wir um Kontaktaufnahme.
Sollten die Vorträge auf dem Gelände des "Fliegerhorst Fürstenfeldbruck" gewünscht sein, ist das vereinfachte Passwechselverfahren obligatorisch (Passierschein gegen Ausweisdokument).
Bei größeren Besuchegruppen, sind Besucherlisten zu bevorzugen.
Notwendige Informationen:
Namen (der Besucher)
Adresse
Autokennzeichen
Ausweisnummer
Kontakt:
Harald Meyer
Kronprinz-Rupprecht-Straße 27
82256 Fürstenfeldbruck
Tel.: 0 81 41 - 4 14 67
Fax: 0 81 41 - 61 36 88
E-mail: meyerffb@arcor.de
Die JaboG49 - CD Rom
Auf Grund der Informationsfülle und dem Bestreben der Mitglieder der Gemeinschaft "Jabog 49" ein möglichst lückenloses und vollständiges Abbild des Flugbetriebs in "Fursty" darzustellen, entschied man sich die Geschichten und Bilder auf eine CD-ROM zu brennen und den Interessierten auf Wunsch zu zu senden.
Die CD-ROM Inhalt (Texte mit Fotos als "PDF)
- Richard Higgins. Ein Jetpilot rettet Fürstenfeldbruck
- Lockheed T-33 A – ein Shooting Star wurde 60!
- Die Bevölkerung kam, sah und… war begeistert!
- Die Kunstflugmannschaft der FFS „B„
- Zitronenbomber über Deutschland
- Piper (L-18) Cub wurde 77!
- … dann kam die „Piggi„
- Furstianer „Piggis„ im Formationsflug
- „Gina„ – eine heiße Liebe!
- Drei Wüstensöhne erobern den bayerischen Himmel
- Eine unbemannte „Gina„ flog gen Österreich
- Der verflixte Draht
- ODERINT DUM METUANT
- G. 91 T.3 – der Trainer
- Fursty – das Zentrum der Luftnahunterstützung
- Alpha Jet – ein deutsch-französisches Kind namens „Alfons„
- Der Alpha Jet als „Hind„-Killer
- Deutsche Astronauten trainieren in Fursty
- Umschulung von MIG-Piloten in Fursty
- ATC – die Hilfe für Piloten
- „Fursty Tower, how do you read?“
- Flight Safety is paramount!
- Von der Luftbildlehrstaffel zur „AZAA„
- Ohne Technik geht gar nix!
- Die Technische Gruppe
- „Ob’s stürmt oder schneit…„
- Volanti subvenimus
- Auswahlschulung in Fursty
- Neuer Flugsimulator beim FMI
- IHR SEID UNVERGESSEN – das Luftwaffenehrenmal
Richard Higgins (Leseprobe)
Richard Higgins. Ein Jetpilot rettet Fürstenfeldbruck
An einem Freitagmorgen im April 1957 war es sonnig und es herrschten frühlingshafte Temperaturen. Auf der Flightline in Fürstenfeldbruck stand ein einsitziges Kampfflugzeug vom Typ Republic F-84 F Thunderstreak mit einer deutschen militärischen Zulassung. Das Luftfahrzeug trug das Kennzeichen BA-102, gehörte zur Waffenschule der Luftwaffe 30 und hatte erst 103 Flugstunden absolviert. Da in den Tagen zuvor technische Reparaturarbeiten an dieser Maschine durchgeführt worden waren, stand sie zu einem Werkstattflug bereit. Diese speziellen Flüge wurden während des Aufbaus der Deutschen Luftwaffe in Fursty, wie die Amerikaner die Basis westlich von München nannten, nur von drei US-Testpiloten mit großer Flugerfahrung durchgeführt. Als der vorgesehene Pilot ausfiel, wurde der amerikanische Captain Richard William Higgins per Telefon gebeten, den Flug zu übernehmen. Erfreut nahm er die die Chance auf Fliegen bei diesem schönen Wetter wahr. Er startete mit der BA-102 gegen 10:49 Uhr Ortszeit gen Osten. Nach dem Abheben bei Erreichen des Pistenendes traten erste Probleme mit dem Triebwerk auf. Augenzeugen berichteten von einer Rauchfahne hinter dem Flugzeug und ungewöhn-ichen Geräuschen. Für einen Startabbruch war es bereits zu spät. In einem leichten Steigflug flog US-Captain Higgins nun eine Rechtskurve nach Süden. Er beabsichtigte so schnell wie möglich wieder auf der Landebahn 10 zu landen. Er schaffte einen Steigflug auf rund 300 Meter Höhe über der Klosterkirche. Dann verschlimmerte sich die Situation, die Leistung des Triebwerks ließ weiter nach und das Flugzeug ging in einen steiler werdenden Sinkflug über. Augenzeugen berichteten von Kraftstoffdunst und sahen Rauch und Flammen aus dem Abgasrohr seiner F-84 F kommen. Über dem westlichen Ortsrand von Fürstenfeldbruck war er bereits sehr tief und bekam vom Kontrollturm den Befehl zum „Aussteigen„. Offensichtlich verzögerte er nun die Betätigung seines Schleudersitzes, bis er unbewohntes Gebiet erreicht hatte. Erst in 80 Metern Höhe aktivierte er den Schleudersitz, zum vollständigen Öffnen seines Fallschirms war es jedoch zu spät und er verstarb an der Unfallstelle im Alter von 34 Jahren. Sein letzter Flug dauerte nur zwei Minuten und achtzehn Sekunden. Als Ursache wurde ein Materialfehler im Triebwerk vom Typ Wright J-65-W-3 festgestellt. Eine oder mehrere Leitschaufeln der vierten Verdichterstufe brachen aufgrund von Materialermüdung ab.
Das Flugzeug
Die Ursprünge der F-84 Baureihe gehen auf das Jahr 1944 zurück. Damals war sie der erste amerikanische Jet mit Axialverdichter-Turbinentriebwerk und einem zentralen Luft-einlauf im Rumpfbug. Der Erstflug des F-84 F Prototyps fand am 14. Februar 1951 statt. Die Auslieferung der Serienmaschinen an die USAF begann 1954. Die Gesamtproduktion lag bei über 2.700 Flugzeugen, von denen ungefähr die Hälfte im Rahmen der Militärhilfe MDAP (Mutual Defense Assis-tance Program) an andere NATO-Luftstreit-kräfte ging. Die deutsche Luftwaffe erhielt 450 Jagdbomber des Typs F-84 F Thunderstreak. Die Maschinen wurden mit Flugzeugträgern nach Bremen transportiert und dort ent-mottet. Von der F-84 F gab es keine doppel-sitzige Trainerversion. In Gegenwart des da-maligen Bundesverteidigungsministers Franz Josef Strauß wurden am 13. November 1956 in einem feierlichen Akt im Fliegerhorst Fürsten-feldbruck die ersten F-84 F an die Deutsche Luftwaffe übergeben. Kurz zuvor hatte die Waffenschule der Luftwaffe 30 mit diesen Einsatzflugzeugen in Fursty den Flugbetrieb aufgenommen. Die Thunderstreak war bei der deutschen Luftwaffe über einen Zeitraum von insgesamt nur 10 Jahren im Einsatz.
Die Ehrungen
Ein Rettungsausstieg durch Captain Higgins über dem Stadtgebiet von Fürstenfeldbruck hätte unweigerlich in einer Katastrophe geendet. Da er den Schleudersitz erst beim Überfliegen der Häuser am westlichen Stadtrand betätigte, fielen die Trümmer des Flugzeugs auf eine Wiese und richteten nur einen geringen Schaden an.
Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Dr. Fritz Bauer wurde die Tat des Jetpiloten der USAF mit der Benennung einer Straße im Stadtgebiet von Fürstenfeldbruck gewürdigt. Die „Richard - Higgins - Straße„ liegt im „Brucker Westen„ rund einen Kilometer von der Unglücksstelle entfernt. Die Bundeswehr ehrte den amerikanischen Offizier im Jahr 2000 durch die Benennung einer Ausbildungseinrichtung in „Captain Higgins Gebäude„. Hier findet die Schulung im Luftbildwesen und auf dem Gebiet der Flugsicherheit in der Bundeswehr statt. Seine Witwe Elisabeth und Tochter Blair kamen zur Namensgebung genau 43 Jahre nach dem Absturz aus den USA angereist. Im Anschluss an eine Lehrerfortbildung zum Thema „Örtliche Geschichte lebendig erleben – Opfertod eines Piloten„ unter Teilnahme von vielen Grundschullehrern aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck kam der Rektor einer Grundschule auf die Idee einer Namensänderung seiner Ausbildungsstätte. Der Antrag wurde von der bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmeier positiv beschieden und seit Weihnachten 2002 trägt das Gebäude der ehemaligen Grundschule West den Namen eines militärischen Jetpiloten aus den USA – „Richard-Higgins-Volksschule„.
Text: Harald Meyer
Vortragsreihe
Vorträge [14 KB]
von Mitgliedern der Gemeinschaft JaboG 49 e.V.:
1. Geschichte des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Rolf Berns
2. Die Jet-Schulungsflugzeuge Fouga Magister und T-33 „T-Bird“,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Henning Remmers
3. Die Opfertode von Captain Higgins und Oberleutnant Hölker,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
4. Alpha Jet - ein Waffensystem und Schulungsflugzeug,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
5. Fiat G.91 „Gina“ - ein Waffensystem der Luftwaffe,
Dauer: ca. 45 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
6. Das Screeningflugzeug Piaggio P.149 D „Piggi“,
Dauer: ca. 60 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
7. Die Propellerschulungsflugzeuge Piper L-18 und Harvard Mark IV,
Dauer: ca. 45 Minuten, Vortragender: Harald Meyer
Die Teilnahme ist für jedermann möglich. Bei Interesse an den Vorträgen, bitten wir um Kontaktaufnahme.
Sollten die Vorträge auf dem Gelände des "Fliegerhorst Fürstenfeldbruck" gewünscht sein, ist das vereinfachte Passwechselverfahren obligatorisch (Passierschein gegen Ausweisdokument).
Bei größeren Besuchegruppen, sind Besucherlisten zu bevorzugen.
Notwendige Informationen:
Namen (der Besucher)
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Kontakt:
Harald Meyer
Kronprinz-Rupprecht-Straße 27
82256 Fürstenfeldbruck
Tel.: 0 81 41 - 4 14 67
Fax: 0 81 41 - 61 36 88
E-mail: meyerffb@arcor.de